Wie der letzte Mohikaner

Sonnenaufgang
Sonnenaufgang

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Barschalarm
Barschalarm

Das Angeln vom Kajak  geprägt von einer ausergewöhnlichen Eleganz und Leichtigkeit verbunden mit dem Gefühl von Freiheit. Sehr schnell wurde ich als Angler mit meinem Kajak und das Wasser zu einer in sich verschmelzenden Einheit. Meine anfängliche Unsicherheit als Neueinsteiger war sehr schnell verflogen und wurde sehr schnell durch Faszination und Begeisterung für das lautlose und schnelle Dahingleiten ersetzt. Mit keinen anderen Boot konnte ich die Natur so intensiv erleben wie in meinem Kajak. Wildlebene Tiere reagieren auf ein dahingleitenes Kajak viel ruhiger und entspannter. Mein Hauptangelgebiet (der Vilsted Sø) in Nordjütland bietet mir ein ideales Kajakgewässer. Die Idee ein Kajak anzuschaffen wuchs langsam heran da die Uferplätze hier sehr begrenzt sind, ob wohl der See eine Größe von etwa 450 ha aufweist.

Zunächst stöberte ich im Internet herum um ein für mich abgestimmtes Angelkajak zu finden.

Gar nicht so einfach! Viele Fragen kommen da auf.

Wieviel darf es kosten?

Was mache ich überwiegend?

Wie oft werde ich es wirklich nutzen?

Wie verkaufe ich es meiner Frau?

Den letzten Punkt habe ich dann ganz einfach geklärt. Meine Frau die allmählich aufmerksam wurde durch meine Aktivität im Internet fragte nebenbei nach was ich eigentlich suchte: „ Ich brauche einen neuen Rutenhalter“. „Dann kauf dir doch einen!“

Gut verpackt
Gut verpackt

Natürlich habe ich ihr dann die Abbildung gezeigt und sie bemerkte auch das Kajak am Rutenhalter. Meine Bestellung ging raus und wenige Tage später kam mein Kajak gut verpackt bei mir zu Hause an. Abwarten konnte ich es gar nicht auf`s Wasser zu kommen aber meine erste Fahrt viel nicht ins Wasser, sondern stieß auf Eis!

Am Rand des Vilsted Sø war es eisfrei. Nach 50 m versperrte eine dünne Eisschicht mir meinen Weg.dsci0022

Unmöglich kann ich nur sagen!

Ein Kajak ist halt kein Eisbrecher. Habe mich dann mit 50 m paddeln begnügen müssen brachte mir aber den ersten Eindruck von der Stabilietät meinerNeuanschaffung.

Nun paddel ich schon zwei Jahre hier rum und habe festgestellt das kein anderer Bootstyp es einem Angler erlaubt, so leise seiner Passion nachzugehen.

Jede Ausfahrt wird von Spannung begleitet vorbei an den Brutkolonien der Schwarzkopf – Möwe die einen haiden Lärm machen können, wenn du in Sichtweite der Nester bist. Zwischendurch ragt auch mal ein Baum oder ein Strauch aus dem Wasser. Manchmal wird man auch von Schwänen begleitet die sich nicht an deiner Anwesendheit stören oder eine Rohrweihe ( ein Greifvogel mit einer Spannweite von 128 cm) kreist über deinen Kopf hinweg im eleganten Segelflug.

Eine Begegnung mit einem Fischotter hatte ich auch schon. Dieser tauchte etwa 5 m vor der Kajakspitze auf. Wir waren beide verdutzt denn keiner hat mit dem Anderen gerechnet.

Kleine Wasserstraßen ziehen sich durch die riesigen Schilffelder die dir das Gefühl geben, der letzte Mohikaner zu sein.  Mitten drin statt nur dabei!

Kanäle ziehen sich durch die Schilfbank
Kanäle ziehen sich durch die Schilfbank

Büsche ragen manchmal aus dem See

Manchmal klappt alles!
Manchmal klappt alles!

Das eigendliche Ziel Fische zu fangen kommt manchmal in Vergessenheit.

Rohrweihe
Rohrweihe
Fühlt sich nicht bedrängt
Fühlt sich nicht bedrängt
Der Barsch sitzt
Der Barsch sitzt
Der Hecht konnte nicht wiederstehen
Der Hecht konnte nicht wiederstehen

Natürlich ist der Platz im Kajak sehr begrenzt und die Auswahl der Angelgeräte muß sehr sorgfälltig gemacht werden. Das mußte ich auch lernen. Manchmal ist weniger viel mehr!

Oft, kommen die Bisse direkt am Kajak oder du siehst noch einen Hecht oder Barsch hinter deinen Köder her jagen.

Fangtechnisch hatte ich dabei schon Sternstunden!

Wind macht das ganze nicht fäniger sondern anstrengender, wie Arne schon mal Berichtet hat siehe

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Rute krumm der Spaß beginnt

Wer die Möglichkeit hat sollte up1020146nbedingt einen Versuch wagen aber Vorsicht: dsci0036-3dsci0058

Das macht süchtig!

Gruß aus Nordjütland

Benno

Benno Karnatz

Benno Wer ich bin ? Mit 11 Jahren hielt ich das erstemal eine Angel in der Hand hatte aber keine Ahnung wie diese benutzt wird. Hilfe bekam ich nicht denn niemand in meiner Bekanntschaft angelte. Mein Vater hatte gar kein Verständnis für dieses Hobby und seine Bemerkung: „ Dat wird doch nix!“ Das spornte nur an. Ich verbrachte meine Kindheit fortan am Wasser! Angeln das ist wie ein Beruf denn du lernst nie aus. Langsam stellten sich Erfolge ein. Ganz langsam! Probiert habe ich fast alles, konnte mich aber nie auf eine Angelart festlegen denn alle Techniken sind intresant für mich. Beruflich verschlug es mich vor 5 Jahren nach Nordjütland. Ein Angelparadies! Hier zu wohnen, das hat sehr viele Vorteile für einen Angler. Seit ich hier wohne habe ich mich auch etwas mehr im Internet bewegt und bin dabei auf fishbuddies gestossen. Internetbekantschaft funktioniert so etwas? Ja! Nicht nur Bekanntschaft, sondern auch Freunschaft. So habe ich Lany und Arne als Freunde am Wasser kennengelernt und bin sicher das wir uns noch öfter treffen werden. Eine zweite Leidenschaft habe ich noch: „ Ich koche und entwickle gern neue Fischgerichte“ Meine dritte Leidenschaft ist das knipsen mit meiner Aldi – Kamera. Diese drei Dinge kann man natürlich super verbinden. Das Ergebnis kann man manchmal im Blinker ( Anglerzeitschrift) bewundern. Aktuell in der Ausgabe 8. August. Wenn ich darf werde ich hier manchmal aktuelles aus Nordjütlnd berichten. Ich wünsche allen Freunden am Wasser viel Petri Heil! Gruß Benno

2 Gedanken zu „Wie der letzte Mohikaner

  • 17. Oktober 2016 um 9:59
    Permalink

    Danke für diese super Beschreibung der Kajakangelei.
    Ja, die Tiere interessieren sich kaum bis gar nicht für das Kajak.
    Ich selbst bin in Dänemark regelmäßig zwischen den Robben um zu fotographieren.
    In Schweden kommt man selbst an sehr scheue Tiere, wie Bären oder Elche, dicht ran, da ist das fotographieren viel schwerer.
    Zum Angeln, mit meinen Interessen, ist das Kajak einfach optimal.
    Schnell einsatzfähig, schnell transportiert und unmittelbar am Fisch. Die Drillerlebnisse sind wirklich unbeschreiblich intensiv.
    Auf Deinem Vilsted Sø ist das Kajak optimal, jedes Schlauchboot würde schnell aufgerissen werden, große Boote – naja – sind große Boote.
    Der nächste Sommer kommt und dann wird wieder gemeinsam geyakkt.

    Gruß Arne

    Antwort
  • 17. Oktober 2016 um 18:45
    Permalink

    Das ist ein richtig guter Bericht Benno.Ich habe in Deinen Kajak ja schon Probe gesessen aber wir sind zu zweit und reine Uferangler aber wir können uns gut in Euch reinversetzen.Weiterhin Euch viel Petri diese Seite ist richtig Klasse

    Antwort

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