Arne

20160526_144818Was bin ich? Wenn ja, wie viele?

Ok als Kind, war so sechs Jahre alt, sollte ich mit meinem Onkel angeln gehen. Keine gute Idee, mein Onkel war ein Perfektionist, ohne jegliches Verständnis für die kleine Kackbratze an seiner Seite.

Er war mit seiner, so weiß ich es heute, Fliegenrute unterwegs, mir hatte er eine Bambusstippe in die Hand gedrückt mit der Anweisung, da sind die Fische – fang sie. Als der erste Fisch, beim Herausheben, abfiel hörte ich nur einen gewaltigen Brüller, dass ich das Angeln nie lernen würde, kam auch so, für viele Jahre war Schluß.

Mit 20 Jahren hatte mich ein Kollege mit ans Wasser genommen. Daraufhin habe ich mir einen Angelschein in Berlin gekauft, war damals noch möglich. Es kamen ein paar Ruten hinzu und das Lernen begann. Nach zwei Jahren war dann die Pflicht die Angelprüfung zu machen angesagt. Vom leichten bis schweren Schwarzangeln an der Ostsee, vor dieser Zeit, darf ich ja öffentlich nicht sprechen.

Lange Zeit dümpelte ich so am Wasser vor mich hin bis ich zwei Menschen kennenlernen durfte, die mich im Bereich des Spinfischens weit voran brachten. Ab dieser Zeit entdeckte ich die Welt der Kunstköder. Zander und Mefo standen auf dem Plan, auch recht erfolgreich.

Wenn ich mich heutzutage richtig blamieren will, nehme ich die Fliegenrute in die Hand, immernoch ein Kindheitstrauma – glaub ich sollte mal in der Psychiatrie vorsprechen.

Jetzt habe ich so viel lernen dürfen, dass ich in Nordjylland Guidingtouren durchführen kann. Mit Freunden am Limfjord im Wasser stehen und den Fischen einen gehörigen Schrecken einjagen, ist meine liebste Freizeitbeschäftigung.

Spezialisiert habe ich mich auf das UL-Fischen und die Kajakangelei. Super fein und selektiv den Schuppenträgern in Skandinavien nachstellen, kommt auch meinem Rücken entgegen.

Also, was bin ich?  Ein Spinfischer, der kein Verständnis für die Geschlechterdiskussion hat.